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Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig?

So, da ist sie nun, meine neue Leinenwäsche und die bange Frage treibt mich um: Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig? Leinen ist ein Naturprodukt – im Vergleich zu anderen Stoffen ist die Leinenfaser nur wenig behandelt und gezähmt. Hergestellt wird es aus Flachs, der zahlreiche Arbeitsabläufe durchläuft, bis er zu diesem hochwertigen, hautfreundlichen Stoff wird.  Leinen ist heutzutage kein alltägliches Produkt mehr, daher kommt immer wieder die Frage: Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig? Damit das Produkt seine Werigkeit, seine Farbe, seine Form behält? Die Häufigkeit dieser Fragestellung lässt den Schluss zu, dass Leinen etwas Besonderes für seine Käufer darstellt und dass die stolzen Besitzer ganz sicher nichts falsch machen möchten. Zunächst sei gesagt, dass der richtige Umgang mit dem Naturmaterial besonders bei feinen und handbestickten Details unerlässlich ist. Mit jedem Waschgang wird Leinen noch leuchtender und weicher. Den feinen typischen Glanz bezeichnet man auch als Leinenlüster. Hervorgerufen wird er durch einen naturgegebenen Wachsüberzug der Leinenfaser. Das ist einer der Gründe für die glatte Oberfläche. Wer sich an die nachfolgende Pflege- und Waschanleitung hält, kann ziemlich sicher nichts falsch machen.

Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig? Waschanleitung Leinenstoffe

  • Die regelmäßige Wäsche macht Leinen wunderbar weich und verleiht ihm seine typische Optik. Der Schonung bedarf das Naturmaterial aufgrund seiner Robustheit nicht. Verschmutzung lassen sich beim Waschen leicht entfernen und nach jeder Wäsche erstrahlt es neu.
  • Weiße und reine Leinenprodukte ohne spezielle Abschlüsse vertragen Wärmegrade bis zu 95o Diese sollten jedoch die Ausnahme bleiben, da die Abnutzung bei solch hohen Temperaturen zunimmt. Daher empfehlen wir für die normale Wäsche 60o C.
  • Trennen Sie in jedem Fall dunkle und farbige Wäsche von weißen Wäscheteilen, wie Sie es im Alltag auch mit anderer Wäsche tun.
  • Zum Entfernen von Flecken vermeiden Sie Bleichmittel, da sie die Fasern schwächen und bei bunten Leinenstoffen die Fasern ausbleichen können. Verwenden Sie Fleckentferner ohne Bleichmittel. Wichtig: Viele herkömmliche Waschpulver enthalten bleichende Partikel, die der Stofffarbe im Leinen schaden. Verwenden Sie am besten Waschmittel für Buntes und Feines. Hinweise zu häufigen Flecken erhalten Sie im nächsten Abschnitt.
  • Frische Flecken entfernt man durch Ausspülen am besten, solange sie noch frisch sind. Falls erforderlich, verwenden Sie eine natürliche Fleckenseife. Rotweinflecken bestreut man praktischerweise mit Zucker oder Salz, die die Flüssigkeit aufsaugen und somit Flecken verhindern.
  • Leinenprodukte (Kleidung, Tischdecken, Bettwäsche) müssen vor der Wäsche nicht eingeweicht werden und benötigen auch keine Vorwäsche. Ein neues Produkt darf jedoch kurz vor der ersten Wäsche ein ausgiebiges Bad in warmem Wasser genießen – das vermeidet die materialtypischen Knitterfalten im Stoff.
  • Die Wäsche erfolgt am besten in einer Waschmaschine mit hoher Drehzahl. Beim Bügeln verträgt Leinen die Höchsttemperatur. Optimalerweise ist hier der Stoff noch ein wenig feucht. So lässt er sich am besten glätten.
  • Ein Stärkespray ist nicht vonnöten, da Leinen von Natur aus schon fest ist. Wenn Sie jedoch eine „resche“ Tischdecke bevorzugen, dürfen Sie sie gern nach der Wäsche stärken.
  • Leinen verliert – besonders bei der ersten Wäsche – gern feine, flaumige Fasern, die sich auf anderen Wäscheteilen absetzen und nur mit Mühe zu entfernen sind. Waschen Sie daher Leinenprodukte getrennt von Ihrer restlichen Wäsche.
  • Leinenstoffe neigen zum Knittern. Sie können dem entgegenwirken, indem Sie die Waschmaschine nur halb befüllen. Der positive Nebeneffekt dabei: Das Material wird reichlich durchgespült.
  • Vermeiden Sie es, die Wäsche im Trockner völlig durchzutrocknen, denn es könnten hierdurch dauerhafte Falten entstehen. Gefährdet ist dann auch die Langlebigkeit Ihres Wäscheteils. Bügeln lässt sich Leinen sowieso am besten, wenn es noch leicht feucht ist.
  • Glätten Sie nach der Wäsche die Produkte ordentlich, bevor Sie sie auf die Leine zum Trocknen hängen. Einfach glattziehen – das reicht aus.
  • Ein Wort zur Handwäsche: Verwenden Sie am besten ein neutrales Waschmittel ohne bleichende Inhaltsstoffe. Lassen Sie den Stoff nicht im Wasser liegen, sondern waschen Sie ihn zügig und intensiv durch. Seifenreste sollten gründlich ausgewaschen werden. Das Wäschestück wird leicht ausgewrungen, auf ein Handtuch gelegt und eingerollt. Die Fasern des Frottierhandtuchs saugen das überschüssige Wasser auf. Einige Stunden später kann der Stoff dann wie gewohnt getrocknet werden.
  • Handbestickte Leinentextilien bedürfen einer besonderen Pflege, sonst ist die Enttäuschung groß. Wählen Sie bei der Maschinenwäsche eine niedrige Temperatur sowie eine geringe Drehzahl. Handbestickte Tischdecken und andere Leinenprodukte dürfen nicht im maschinell getrocknet werden. Die feinen Stickereien würden sich unschön zusammenziehen. Geben Sie pflegebedürftige Textilien mit Stickereien daher besser in die chemische Reinigung.

Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig?

Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig? Hilfreiche Tipps zur Fleckentfernung auf Leinenstoffen

Ärgerlich, wenn Stoffe Flecken bekommen. Sofort kommen viele Fragezeichen: Wie entfernt man einen bestimmten Fleck? Hier einige Hinweise:

  • Zuckerhaltige Getränke oder –reste entfernen Sie mit lauwarmem Wasser. Rückstände lassen sich mittels Alkohol aus der Apotheke entfernen.
  • Kaffee- oder Teeflecken weichen Sie mit Glycerin auf. Für die anschließende Wäsche geben Sie etwas Ammoniak ins Waschwasser.
  • Kosmetische Cremes werden behandelt, wie andere Fettflecken (Fleckenspray). Beliebte Flecken wie Lippenstift und Gesichtspuder werden mit Alkohol abgetupft und anschließend mit Waschmittel gewaschen.
  • Grasflecken werden mit einem Alkohol-/Ammoniak-Gemisch leicht abgerieben und im Anschluss gewaschen.
  • Fettflecken können mit Benzin oder einem anderen Lösungsmittel beträufelt und mit Talkumpuder bestreut werden, um Ränder zu vermeiden. Einfach ausbürsten und waschen. Die zweite Möglichkeit ist ein handelsübliches Fleckenspray. Hier gehen Sie nach Anleitung vor.
  • Tintenflecken sind der Alptraum schlechthin. Doch keine Sorge, im Handumdrehen ist der Fleck verschwunden, sofern man eine dicke Lage saugfähiges Papier unter den Stoff legt und den Fleck von links mit Alkohol abtupft. Im Anschluss mit reichlich Wasser ausspülen und mit einem neutralen Waschmittel waschen.
  • Was viele nicht wissen: Blut-, Eiweiß- und Milchflecken werden sofort mit kaltem Wasser ausgewaschen. Bitte unbedingt warmes Wasser vermeiden, denn Eiweiß gerinnt ab 42o C und kann dann nicht mehr entfernt werden. Im Anschluss das Wäschestück ganz normal waschen. Getrocknete Blutflecken können mit einer 3 %-igen Wasserstoffperoxyd-Lösung und etwas Ammoniak behandelt werden.
  • Schweißflecken können mit Hilfe von Wasser und Essig oder Alkohol und Ammoniak behandelt und anschließend ausgespült werden. Bei Vergilbungen hilft eine 3 %-ige Wasserstoffperoxyd-Lösung.
  • Wein- und Obstflecken werden behandelt, solange sie noch frisch sind. Dazu Salz in Zitronensaft lösen und auftragen. Auch ohne Zitronensaft ist Salz hilfreich. Das Wäschestück im Anschluss gleich waschen.

Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig?

 

 

Das sind die Antworten auf die Frage: Wie pflege ich Leinenbettwäsche richtig? Wenn Sie diese Hinweise beachten, werden Sie lange Freude an Ihrem Leinenen haben.

Sie haben weitere Fragen zu Leinenprodukten von Linen? Sie sind unsicher, ob Sie auch alles richtig verstanden haben? Rufen Sie uns an, wir sind gerne für Sie da und stehen Ihnen mit unserer Expertise zur Seite.

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