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Damast Bettwäsche – der Wind des Orients

Es ist ein Stoff, in den die Geschichten und Legenden aus Tausend und einer Nacht hineingewebt erscheinen. Kein anderes Material dieser Welt manifestiert so sehr die Jahrhunderte Europas, des Orients und Asiens in den Zeiten, als etwa Marco Polo die Seidenstraße bereiste.

Vielleicht brachte auch er von seinen Reisen Damast Stoff mit in seine Heimat Italien, erworben im Damaskus des 13. Jahrhunderts, der Stadt, die diesem einzigartigen Gewebe seinen Namen verlieh. Selbst heute noch, in unseren aufgeklärten Zeiten, ist Damast der Inbegriff für Stoffe, die in einer wunderbaren Webtechnik erzeugt werden, die gerade in Form von Damast Bettwäsche die Sinne regelrecht betören, wie es auch bei Satin Bettwäsche der Fall ist.

Es ist ein Stoff, in den die Geschichten und Legenden aus Tausend und einer Nacht hineingewebt erscheinen. Kein anderes Material dieser Welt manifestiert so sehr die Jahrhunderte Europas, des... mehr erfahren »
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Damast Bettwäsche – der Wind des Orients

Es ist ein Stoff, in den die Geschichten und Legenden aus Tausend und einer Nacht hineingewebt erscheinen. Kein anderes Material dieser Welt manifestiert so sehr die Jahrhunderte Europas, des Orients und Asiens in den Zeiten, als etwa Marco Polo die Seidenstraße bereiste.

Vielleicht brachte auch er von seinen Reisen Damast Stoff mit in seine Heimat Italien, erworben im Damaskus des 13. Jahrhunderts, der Stadt, die diesem einzigartigen Gewebe seinen Namen verlieh. Selbst heute noch, in unseren aufgeklärten Zeiten, ist Damast der Inbegriff für Stoffe, die in einer wunderbaren Webtechnik erzeugt werden, die gerade in Form von Damast Bettwäsche die Sinne regelrecht betören, wie es auch bei Satin Bettwäsche der Fall ist.

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Fast schon unbeschreiblich schön – Damast Bettwäsche

Es gibt Dinge, die sich mit Worten nur schwer beschreiben lassen. Die Damast Bettwäsche Eigenschaften mithilfe des Alphabets zu erklären, ist sicherlich technisch machbar, doch wie lassen sich so die Sinne berühren? Wie lässt sich der Glanz des Gewebes erklären, das im Spiel mit dem Muster eine Symbiose eingeht, die mit den Augen erfasst werden muss und die Hände fast schon zwingt, zärtlich darüber zu streicheln, um die feinen Linien zu fühlen? Damast Bettwäsche ist eher ein Erlebnis denn einfach nur ein Stoff. Ein Erlebnis, das zu erfahren in jeder Hinsicht lohnt.

Was ist Damast Bettwäsche?

Die Grundlage für Bettwäsche Damast sind feine und glatte, jedoch hochbelastbare Garne aus überwiegend merzerisierter Baumwolle, aber auch aus Seide oder Leinen. Damast ist folglich eine bestimmte Webtechnik, bei der zum einen ein fester und sehr glatter Stoff erzeugt wird, zum anderen unterschiedlicher Muster und Ornamente eingewebt sind, die dem Damast seine Charakteristik verleihen. Grundsätzlich ist die Fertigung echten Damasts sehr zeit- und personalaufwendig, weshalb heute überwiegend Damast Stoffe in Jacquard-Technik hergestellt werden.

Der nach wie vor verwendete und zu Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte Jacquard-Webstuhl stellt die technische Weiterentwicklung des Damast-Webstuhles dar, der seinen Ursprung in China hatte. Die Bezeichnung Damast Bettwäsche beruht dementsprechend auf den überlieferten Ornamenten und der optischen Besonderheit des Damaststoffes, durch unterschiedlichen Lichteinfall eine jeweils andere Struktur zu präsentieren. Diese Eigenart zeigt sich ebenso in der Haptik des Damasts mit seinen hervorgehobenen Mustern, wobei natürlich mehrfarbig gewebter Damast diese Eigenschaften verstärkt. Damast Bettwäsche besitzt eine unvergleichliche Charakteristik, die diesen Stoff über Jahrhunderte hinweg so begehrt wie Gold machte.

Damast Bettwäsche Damast Stoff

Damast – ein wahr gewordenes Märchen

Wenn es jemals wirklich einen fliegenden Teppich gegeben hätte, so wäre es sicher ein Damast Teppich gewesen. Die Geschichte dieses Stoffes zieht sich vom fernen Osten als Ursprungsort über Indien, Persien sowie Syriens Hauptstadt Damaskus, wo Damast nicht nur seinen Namen erhielt, sondern gleichermaßen die Muster und Ornamente, die ihn weltberühmt machen sollten.

Die syrische Metropole war im 9. und 10. Jahrhundert eines der kulturellen Zentren der Welt. Die schon damals uralte Stadt, die heute eine mindestens 3500-jährige Geschichte aufweist, gehörte wie Bagdad oder Byzanz zu den Orten des Orients, in denen Musik, Poesie, die bildenden Künste, aber auch Medizin und Astronomie gelehrt und neue Erkenntnisse darüber gewonnen wurden.

Im frühmittelalterlichen Europa dieser Zeit gab es hingegen zahlreiche kleine Herzogtümer und Königreiche, die aus dem zersplitterten Frankenreich hervorkamen. Diese oft labilen Strukturen waren für den Handel zwar hinderlich, doch trotz aller Wirrnisse besaßen die Menschen damals wie heute das Verlangen nach schönen Dingen. Die bereits erwähnte Seidenstraße war neben dem Seeweg eine der Handelsrouten, über die unter anderem Damast an die früheren Herrscherhäuser gelangte. Die Herstellung des Gewebes sollte noch viele Jahrzehnte ein streng gehütetes Geheimnis der Damaszener bleiben und dieses Geheimnis ließen sich die Händler aus dem Orient wortwörtlich mit Gold aufwiegen. Doch im 12. Jahrhundert gelangte das Wissen um die Webtechnik Damast über die Türkei zuerst nach Italien und von dort weiter nach Mittel- und Nordeuropa.

Der Stoff der Könige und Päpste

Es waren die Italiener, die sich als erste Europäer mit der Damast-Webtechnik auseinandersetzten und dabei eine Ergänzung erfanden, die sich unter der Bezeichnung Brokat (italienisch brocatto = durchwirken) etablieren sollte. Ursprünglich webten sie zusätzliche Gold- und Silberfäden in den Damast ein, was dessen so oder so glänzendes Erscheinungsbild zusätzlich verstärkte. Diese Idee fand beim weltlichen wie kirchlichen Adel geradezu reißenden Absatz und fortan bestanden Prunkgewänder, aber auch Wandbehänge und nicht zuletzt die herrschaftliche Bettwäsche aus Brokat Damast.

Brokat Damast findet auch heute noch seine Anwendung als Bettwäsche und Tagesdecken, aber auch in sehr schweren Ausführungen für Polstermöbel.

Damast Bettwäsche auf Bett

Was ist Damast genau?

Webtechnisch gesehen, handelt es sich bei Damast um eine Variante der sogenannten Atlasbindung. Üblicherweise werden Stoffe in der Form gewebt, das sich die horizontal verlaufenden Garne (der Schuss) mit den vertikal verlaufenden Garnen (die Kette) immer überkreuzen. Bei der Atlasbindung wird diese regelmäßige Überkreuzung von Schuss und Kette dadurch ersetzt, dass immer mindestens zwei Kreuzungen ausgelassen werden und diese jeweils nebeneinander immer um einen Kreuzungspunkt versetzt sind. So entsteht ein Gewebe, das auf der einen Seite überwiegend Kettgarne sichtbar werden lässt, auf der anderen Seite wiederum überwiegend Schussgarne. In der Damast-Technik wird dieses Versetzen von Schuss und Kette sowie das Auslassen von Kreuzungspunkten noch stärker eingesetzt, eben um zum Beispiel aus nur einem Garn Muster in den Stoff einzuweben. Ursprünglich bestand Damast immer nur aus einer Farbe.

Dank der Webtechnik waren und sind trotz der Einfarbigkeit des Stoffes darin Muster und Ornamente zu erkennen und zwar je nach Lichteinfall stärker oder schwächer. Allerdings besitzt das Weben von echtem Damast einen kleinen Haken. Damit das Gewebe durch das Auslassen vieler Kreuzungspunkte seine Festigkeit nicht verliert, müssen die vertikal verlaufenden Kettfäden unter hohe Zugspannung gesetzt werden. Das wiederum funktioniert nur mit Garnen, die über eine entsprechende Zugfestigkeit verfügen, eben Seide oder Leinen und heute auch mit merzerisierter Baumwolle.

Satin – die Grundlage vieler Damast Stoffe

Mako Brokat Damast, ein Gewebe, das von der traditionsreichen Textilmanufaktur Curt Bauer zu wunderschöner Bettwäsche verarbeitet wird, ist ein gutes Beispiel für die Anwendung merzerisierter Baumwolle zu Damast. Ebenso wie die Produkte von Christian Fischbacher oder der englischen Manufaktur Peter Reed.

Herkömmliche Baumwolle ist eigentlich glanzlos und besitzt eine mittlere Zugfestigkeit. Durch die Behandlung in einem Laugenbad bei gleichzeitiger Zugspannung verändert die Baumwolle ihre kristalline Struktur. Die Oberfläche erhält einen seidigen Glanz, eine höhere Festigkeit und sie lässt sich einfacher einfärben. Dieses nun mit neuen oder verbesserten Eigenschaften versehene Baumwollgarn wird unter anderem zu Satin-Gewebe verarbeitet. Doch kann die qualitative Verbesserung von Baumwolle noch viel früher beginnen und zwar schon bei der Auswahl der Rohstoffe.

Mako ist eine spezielle Baumwollsorte, die vorwiegend in Ägypten und im Sudan angebaut wird. Ihre Bezeichnung geht auf den Ägypter Mako Bey zurück, der diese Sorte im 19. Jahrhundert aus dem Sudan nach Ägypten einführte und dort anbaute. Das wichtigste Merkmal der Mako Baumwolle ist ihre außergewöhnliche Faserlänge, die zwischen 40 und 50 mm liegt und damit herkömmliche Baumwolle (etwa 15 bis 20 mm) bei weitem übertrifft. Gemessen an der weltweiten Baumwollproduktion besitzt Mako-Baumwolle gerade einmal einen Anteil von 0,5 %. Auch in den USA werden inzwischen sehr langfaserige Baumwollsorten angebaut, die ebenso zu Damast Bettwäsche verarbeitet werden, etwa von der Manufaktur Graser.

Schon der Rohstoff besitzt bei Damast seine Besonderheiten, die durch die Veredelung und die aufwendige Webtechnik noch einmal eine Aufwertung erhält.

Damast Bettwäsche

Damast Bettwäsche – einfach schöner Schlafen

Die Faszination, die von Damast ausgeht, liegt sicher schon zumindest teilweise darin, was Damast verkörpert. Beste Verarbeitung hochwertiger Rohstoffe zu einem kunstvollen Gewebe, das fast schon magische Attribute aufweist, ähnlich wie bei der Perkal Bettwäsche. In Damast finden sich Jahrtausende handwerklichen Könnens und der beständige Wille, etwas Einzigartiges herzustellen, das durch seinen Anblick, seine Haptik, aber auch, wie Leinen Bettwäsche, durch seine Langlebigkeit überzeugt.

Damast Bettwäsche ist das gelungene Beispiel dafür, dass Kunst von Können kommt. Eine Webtechnik, die zur Vollendung gelangte und in der Designer und Grafiker ihren Ornamenten und Mustern eine stoffliche Basis geben, die zu leben scheint und immer wieder neue Sichtweisen erzeugt. Insofern ist jede Damast Bettwäsche ein Kunstwerk, aber eines, in dem es sich herrlich schlafen und vielleicht von orientalischen Nächten träumen lässt.

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